„Endlich“ – so das Echo auf den symbolischen Spatenstich, der am Freitag, dem 12. Dezember 2025, auf der ehemaligen Bahntrasse in unmittelbarer Nähe des Stihl-Werkes im Weinsheimer Industriegebiet vollzogen wurde, um so auch offiziell den Baubeginn des Radweges zwischen Prüm und Gerolstein zu feiern. Viel Prominenz hatte sich eingefunden, um dieses Ereignis gebührend zu würdigen. Denn nach rund 20 Jahren Bemühungen, vielerlei Diskussionen und Querelen, die sogar verschiedene Gerichte beschäftigten, konnten sich seit etwa ca. 2 Jahren die vielen Befürworter des Radweges freuen: Der von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung gewünschte Radweg konnte gebaut werden. Die Planung des rund 22 km langen Radweges auf der ehemaligen Trasse der Bahnstrecke zwischen Prüm und Gerolstein war fertig und auch die Finanzierung war gesichert. Es konnte also losgehen: In der Zeit von November/Dezember 2024 bis Februar 2025 wurde die gesamte Strecke , die bereits fast vollständig „zugewachsen“ war von einereinheimischen Firma „freigestellt“. Die vorhandenen Gleise und Schienen wurden von den Eigentümern (VG Prüm, Stadt Gerolstein) verkauft und von einer Fachfirma abgebaut. Zur Zeit werden die letzten Gleise im demontiert, so dass dem eigentlichen Bau des Radweges nichts mehr im Wege steht und die Bagger im Frühjahr rollen werden. (Bericht und Fotos:W.R.)
V.l.n.r. : Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Dr. Rüdiger Stihl, Hartmut Fischer (Chef der Fa. Stihl in Weinsheim) , Wirtschaftsministerin des Landes Rheinland- Pfalz Daniela Schmitt
In einer Logistikhalle der Firma Stihl fand der Festakt anlässlich des „Spatenstiches“ mit geladenen Gästen, verschiedenen Firmenvertretern, Beschäftigten des LBM und interessierten Bürgerinnen und Bürgern statt. Der Chef des LBM – Gerolstein Bruno von Landenberg nahm die Begrüßung vor und gab Erläuterungen zum Projekt. Unter anderen konnte er vor allem den Verkehrsminister der Bundesrepublik Patrick Schnieder und die Wirtschaftsministerin des Landes Rheinland-Pfalz Daniela Schmitt besonders begrüßen. Beide hatten bereits einen erfreulichen Termin im Ahrtal anlässlich der Wiedereröffnung der Ahrtalbahn absolviert und freuten sich natürlich auch über diesen Termin in Weinsheim.
Unter den Gästen auch prominente Pensionäre: Aloysius Söhngen (VG-Bürgermeisteri.R.) und Harald Endres (Chef des LBM Gerolstein i.R.)
Am Tisch rechts: 1.Beigeordneter der VG Rudolf Johanns , 2. Beigeordnete der VG Gudrun Breuer, Redakteur Fritz-Peter Linden (Trierischer Volksfreund)
Verkehrsminister Patrick Schnieder , in dessen Amtszeit als Bürgermeister der VG Arzfeld der Enzradweg von Pronsfeld bis Neuerburg sowie der Radweg zwischen Pronsfeld und Waxweiler gebaut wurde, und auch Wirtschaftministerin Schmitt hoben bei ihrenAnsprachen die Bedeutung der Radwege für den Tourismus und den Alltagsverkehr hervor. Der Radweg ist mit rund 11,3 Millionen Euro veranschlagt, wobei der Bund sich mit rund 90 % beteiligt. Die restliche Summe tragen die VG Prüm und die Stadt Gerolstein. Die Bauzeit der gesamten Strecke soll 2,5 Jahre betragen, wobei der Ausbau in verschiedenen Einzelabschnitten erfolgen soll. Der erste Abschnitt von Prüm bis Weinsheim wird im Frühjahre 2026 in Angriff genommen.
Grußwort des neuen Bürgermeisters der VG Prüm
Dr.Johannes Reuschen
1.Reihe v.l.n.r.: Markus Fischbach (Stadtbürgermeister Prüm) , unbekannt, Hans-Peter Böffgen VG-Bürgermeister Gerolstein, Dr.Johannes Reuschen (VG Prüm), Steffi Lorisch (Stadtbürgermeisterin Gerolstein), Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Wirtschaftsministerin RLP Daniela Schmitt, Julia Gieseking (Landrätin Daun), Udo von Landenberg (Chef LBM Gerolstein), Michael Ludwig MdL , Harald Endres (ehemaliger Chef LBM Gerolstein) Aloysius Söhngen (ehemaliger Bürgermeister der VG Prüm)
Nach den Begrüßungs- und Dankesworten schritt man dann schließlich zur Tat: Auf der ehemaligen Bahntrasse hatte eine Baufirma Sand aufgeschüttet und Mitarbeiter des LBM überreichten zum „Stechen“ glänzende Spaten. TV-Redakteur Fritz Peter Linden übernahm das Kommando, damit auch ausdrucksstarke Bilder von den mit Spaten „arbeitenden“ Menschen aufgenommen werden konnten.
Fazit: Der langersehnte Wunsch nach einem Radweg zwischen Prüm und Gerolstein geht in Erfüllung. Dieser Radweg schließt eine Lücke im „Bahntrassenradwegenetz“ der Eifel und wird eine Erfolgsgeschichte werden. Auch für unsere Gemeinde Pronsfeld hat dieser "Lückenschluss" große touristische Bedeutung : aus dem ehemaligen Eisenbahnknotenpunkt ist dann ein bedeutender Knotenpunkt im Radwegenetz der Eifel geworden. Der Lückenschluss zwischen Prüm und Gerolstein wurde am Radfahrsonntag 2007 bereits in Pronsfeld gefordert. Hunderte Radfahrerinnen und Radfahrer bezeugten es damals bei einer Unterschriftenaktion in Pronsfeld.