Nachdem 2023 der Mündungsbereich des Bierbaches in die Prüm bereits umgestaltet wurde, finden zurzeit große Baumaßnahmen oberhalb des Bierbachviaduktes im Bereich des Eifelzoos statt. Mit diesen Arbeiten wird die Verwirklichung der vorliegenden Planungen zum Hochwasserschutz am Bierbach, verbunden mit einer naturnahen Gewässerentwicklung fortgeführt. Seit etlichen Tagen werden umfangreiche Rodungsarbeiten durchgeführt. Außerdem wird das Gelände modelliert, das später der Bierbach mäanderförmig in einigen Schleifen durchfließen wird. (Siehe Planskizze im Bericht)
Link zum Bericht: Mündung der Bier in die Prüm: Hier klicken!
Die Planung des "neuen" Bierbaches : Der Bach wird mäanderförmig durch das ehemalige "Weihergelände" geführt.
Hintergrund:
Unvergessen bleiben wird das verheerende Hochwasser an Alf und Bierbach , das sich am 01. Juni 2018 infolge eines lokal begrenzten Starkregens ereignete. Die Wasserfluten richteten in den Talgemeinden enorme Schäden an. So wurden u.a. etliche Häuser unter Wasser gesetzt, einige Wege und auch die Radwegbrücke über die Bier regelrecht weggerissen, der Eifelzoo wurde verwüstet, Wiesen und Felder mit Schlamm und Geröllmassen bedeckt. Heute nach rund 8 Jahren sind die Schäden dieses Hochwassers weitgehend beseitigt. Um künftig besser gegen solche Starkregenereignisse gewappnet zu sein, wurde bereits 2019 von den betroffenen Verbandsgemeinden Prüm und Arzfeld eine Studie in Auftrag gegeben, die eine Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Gewässerökologie zum Ziel hat. Nach Vorliegen der Planunterlagen und der Genehmigung durch das Land Rheinland-Pfalz hat der Verbandsgemeinderat Prüm in seiner letzten Sitzung die Durchführung beschlossen. Es entstehen voraussichtlich Gesamtkosten in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro. 90% an Förderung durch das Land werden im Rahmen der „Aktion Blau“ erwartet. Den Rest teilen sich die Verbandsgemeinden Prüm (75%) und Arzfeld (25%) auf. Am 9. April 2024 übergab die rheinland-pfälzische Umweltministerin Katrin Eder im Eifelzoo einen Förderbescheid in Höhe von 855 000 € an die verantwortlichen Gremien.