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DEFAULT : Sehenswert: Kapelle in Watzerath
30.09.2015 18:01 ( 1561 x gelesen )

Die Watzerather Kapelle, ein Schmuckstück im Prümtal

Am 4. Oktober veranstaltete die Pfarrei Pronsfeld in der Filialgemeinde Watzerath  ihr Pfarrfest. Der Ort  gehört schon seit der Einrichtung von Pfarreien im frühen Mittelalter zur Urpfarrei Pronsfeld, die  ursprünglich auch die später selbständigen  Pfarreien Lünebach, Lichtenborn und Habscheid umfasste. Watzerath ist die größte der Filialgemeinden und  besitzt wie Orlenbach  schon seit alten Zeiten eine Kapelle.

 Schon immer lag die Kapelle den Watzerathern sehr am Herzen und über viele Generationen hinweg bis  heute engagieren sie sich auf  vielfältige Weise – sowohl durch Spenden für Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen als auch durch ehrenamtliche Tätigkeit – für ihr Gotteshaus. Ein Besuch der sehenswerten Kapelle lohnt sich auf jeden Fall und vielleicht bleibt auch Zeit für ein Gebet oder eine Pause zur Besinnung.  (Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!)

Nach Peter Oster (Geschichte der Pfarreien der Dekanate Prüm-Waxweiler) wurde die Kapelle in Watzerath, so wie sie sich heute darstellt, 1855 erbaut. Der Neubau ersetzte eine baufällig gewordene sehr alte Kapelle.  Diese war 44 Fuß (heute: ca. 13,60 m) lang und 26 Fuß (heute ca. 8m) breit  und besaß zwei Altäre, einen zu Ehren der Muttergottes und einen zu Ehren des Hl. Bartholomäus, dem  Patron der Kapelle. Im Glockenturm hingen zwei Glocken. Angebaut an die Kapelle war das Haus des jeweiligen Frühmessers. (Priester, der die Messe vor Arbeitsbeginn zu lesen hatte und den Pfarrer unterstützte, in Watzerath hielt er  auch im Winter die Schule ab für die Kinder aus Watzerath, Weinsfeld und Steinmehlen)

"Am 10.06.1855 wurde mit Johann Wirtz, Maurer- und Zimmermeister zu Bleialf, der Bauvertrag geschlossen. Er verpflichtet sich, die baufällige Kapelle abzubrechen und an der selben Stelle nach vorliegendem Plane und Kostenanschlag eine neue zu erbauen, den Fußboden mit Haselsteinen zu plätten, sie inwendig zu blafonieren (Anm.: eine Decke einzuziehen)  und auszuweißen, mit Schiefer zu decken, überhaupt völlig herzustellen. Er erhält sämtliches Materialder alten Kapelle mit Ausnahme der Altäre, Stühle und Glocken, und die von der Gemeinde schon herbeigeschafften Bruchsteine. Die Bausumme von 590 Talern erhält er nach und nach, den Rest, wenn alles sachkundig befunden ist.“ (Oster)

Die drei älteren Patrozinien der Kapelle waren auf Maria Verkündigung, Bartholomäus und Bernhardstag; später kam hierzu der „Drey hl. Mätyrertag“ am Maiabend (30.April).“  (Oster)

Gemeint sind die heiligen Märtyrer Ferreolus, Ferrutius und Quirinus, deren Figuren in der Kapelle auf Podesten im Chorraum stehen. Durch die Verehrung dieser Heiligen wurde Watzerath zu einem einst bedeutenden Wallfahrtsort.  „ "Die Zahl der Pilger war oft so groß, dass Watzerath nicht alle in der Nacht aufnehmen konnte; später kamen sie am Tag selbst mit der Bahn“, schreibt Oster. Anscheinend  verschob sich der Festabend am 30.Apr. auf einen Festtag am 1.Mai. Die traditionelle Prozession am 1. Mai von Pronsfeld aus erwuchs offensichtlich aus dem Wallfahrtstag zu Ehren dieser  heiligen Märtyrer

Besonders der Hl. Quirinus, der auch als Patron der Pferde und Rinder galt, wurde angerufen bei einer Vielzahl von Gebrechen z.B. bei Bein- und Fußleiden, Gicht, Lähmung, Eitergeschwüren, Hautauschlag, Pocken und auch bei Pferdekrankheiten. Die Pilger nahmen auch das als wundertätig geltende geweihte Quirinuswasser  mit nach Hause, um Krankheiten zu heilen. Traditionsgemäß wird auch heute noch am 1. Mai das Quirinuswasser gesegnet – allerdings hält sich die Schar der Pilger heute in Grenzen

Eine weitere kunstvolle Fensterverglasung zeigt den hl. Bartholomäus, den Hauptpatron der Kapelle.

Das Kircheninnere wurde in den 1990er Jahren unter Pfarrer Alois Schneider neu gestaltet. Außerdem wurde eine kleine Sakristei mit einem Zugang von der Empore aus eingebaut. In diesem Jahr wurde das Dach der sehenswerten Kapelle erneuert.


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