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DEFAULT : Pfarrhaus in der Diskussion
29.03.2015 11:11 ( 2445 x gelesen )

Pfarrhaus Pronsfeld - Geschichte und ungewisse Zukunft

Der Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde Pronsfeld befasste sich in letzter Zeit bereits mehrere Male mit der Zukunft des Pfarrhauses Pronsfeld. Das Haus (Bild März 2015) ist zum Teil vermietet und wird zum Teil von der Pfarrgemeinde selbst genutzt. So ist das ehemalige Pfarrbüro im Erdgeschoss donnerstags noch besetzt und eine wichtige Anlaufstation der Pfarrangehörigen z.B. beim Bestellen von Hl. Messen. Die angespannte finanzielle Situation der Pfarrei ist Ursache dafür, dass vom Verwaltungsrat eine Veräußerung des Gebäudes ins Auge gefasst wird. Um über die Situation zu berichten und einen Gedankenaustausch über eine Lösung des Problems mit den Pfarrangehörigen vorzunehmen, hatte Pfarrer Kohr als Vorsitzender des Verwaltungsrates am 08.03.2015 zu einer Versammlung in das Bürgerhaus eingeladen.

(Sollte der weitere Bildbericht nicht zu sehen sein, bitte auf "Mehr Infos" klicken ! Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!)



 

Im Osterpfarrbrief wird über diese Informationsversammlung und über die derzeitige Situation berichtet:

"Am 08.03. hat im Bürgerhaus eine Versammlung zum Thema "Veräußerung des Pronsfelder Pfarrhauses" stattgefunden. Dabei ging es um das Für und Wider, um finanzielle und pastorale Fragen, und vor allem um die Frage, welchen Ort zukünftig ehrenamtliche Gruppen in der Pfarrei haben können, um sich zu treffen. Neben der Möglichkeit eines Verkaufs wurde als Option genannt, das Pfarrhaus der Ortsgemeinde zu überlassen, mit Vereinbarung eines Nutzungsrechts für die Pfarrei. Dieseund andere Möglichkeiten müssen noch geprüft werden. Falls am Ende nur der Verkauf bleiben sollte, muss es darum gehen, eine geeignete Ausweichmöglichkeit für die kirchlichen Gruppierungen zu finden.Eines jedoch bleibt festzuhalten: Es geht nicht mehr weiter wie bisher. Die Unterhaltung aller Gebäude der Pfarrei zusammengenommen (Pfarrkirche, Kirche Watzerath, Kirche Orlenbach, Pfarrhaus) übersteigt unsere Möglichkeiten, Rücklagen zu bilden. Der Bistumszuschuss für Baumaßnahmen am Pronsfelder Pfarrhaus ist bereits auf einen geringen Anteil abgesenkt worden und wird spätestens 2017 komplett entfallen (so wie bei anderen Pfarrhäusern bereits geschehen). Auch der Zuschuss zu den laufenden Kosten wird 2017 entfallen. Damit gehen ab 2017 alle Kosten voll zu Lasten der Kirchengemeinde Pronsfeld, bei geringeren Einnahmen der Kirchengemeinde. Ein "Sonderzuschuss" des Bistums ist nicht zu erwarten. Diese Belastung kann die Kirchengemeinde nicht tragen. Der Verwaltungsrat steht momentan in der Kritik wegen seiner grundsätzlichen Entscheidung, das Pfarrhaus zu veräußern. Im Blick aufdie finanzielle Situation der Kirchengemeinde sieht er aber keine andere Möglichkeit. Wenn Sie eine Idee haben: Schreiben Sie uns! pfarramtpronsfeld@.gmx.net."

Aus der Geschichte: Pronsfelder Pfarrhäuser

Wie Oster (Geschichte der Pfarreien)  berichtet stand das Pfarrhaus der Pfarrgemeinde Pronsfeld offenbar früher unmittelbar in der Nähe der alten Kirche, die ja bis 1921 auch Pfarrkirche war. Vermutlich wurde es bei kriegerischen Auseinandersetzungen 1594 von „holländischen Freibeutern“ niedergebrannt. 1615 ließ Pastor Michael Eringius  unten im Dorf ein neues Pfarrhaus – besser gesagt - einen Pfarrhof  bauen. „ Pfarrwohnung und Scheune mit hölzerner Tenne standen nebeneinander, jenseits des Hofes im Norden Kuh- und Schafstall, im Osten Backhaus, Holzschuppen usw. Pastor und Frühmesser trieben tüchtig Landwirtschaft. Da ihre Wittums- bzw. Stiftungsgüter äußerst dürftig waren, steigerten sie (1684) Heu von den Kirchenwiesen.“

Einer der nachfolgenden Pastöre Johann Scheulen, fand in Pronsfeld Haus und Stallung in schlechtem Zustand (1761) . Man versprach ihm Abhilfe.
Zur Zeit der französischen Herrschaft (1795 - 1815) wurden 1805 auf Anordnung Napoleons zum Zweck der Steuererhebung "Kataster" anlegen. Auf der Pronsfelder Karte sind die Gebäude des Pfarrhofes gut zu erkennen. Die Nutzungbezeichnungen sind in französischer Sprache abgefasst. (Die Flurbezeichnung "Schwengspesch" ist zu erkennen.

1850 war nach Oster das Pfarrhaus in einem schlechten Zustand Der damalige Pastor Andreas Wiesen (1850 -1858 Pfarrer in Pronsfeld) ließ die alten Ställe, Backhaus usw. niederreißen. Die nachfolgenden Pfarrer mussten allerdings noch bis 1897  warten, ehe eine grundlegende Änderung durch den Neubau erfolgte und eine dem jeweiligen „Här“ – so nannte man den Pastor - angemessene Unterkunft geschaffen wurde. Damals wurde auch der Zugang und die Treppenanlage zur heutigen Remigiusstraße hin angelegt.

Der Bau eines neuen Pfarrhauses war dringend erforderlich geworden, da das bestehende strohgedeckte Pfarrhaus schon seit Jahrzehnten in einem schlechten Zustand war. Es war alt (bereits 1615  Eringius erbaut),  feucht und ungesund. Ursprünglich wollte man das alte Haus umbauen, doch nach längeren Verzögerungen, die durch den „Kulturkampf“(Streit zwischen Kaiserreich und Kath. Kirche 1871 – 1887)  und den Bau der Antonius-Kapelle (1889) erfolgten, beschlossen die kirchlichen Körperschaften in „seltener Bereitwilligkeit“ den Neubau, wobei dieser in westlicher Richtung an das bestehende alte Haus  angebaut wurde. Von diesem n wurde ein Teil in Wirtschaftsräume umgewandelt, der östliche Teil abgerissen.

Die Baugenehmigung wurde das Bürgermeister - Amt Niederprüm-Pronsfeld erteilt:

Text: Prüm,den 5.April 1897

An den Vorsitzenden des Kirchenvorstandes Herrn Pfarrer Wendling Hochwürden Pronsfeld. Dem Kirchenvorstand ertheile ich mit Genehmigung des königlichen Landrathsamtes hierselbst auf das Gesuch vom 16. Märze die polizeiliche Erlaubnis zum Bau eines Pfarrhauses nach der eingereichten Zeichnung welche anbei zurückfolgt.

Graeff

Nr 25 der Nachweise der erteilten Baubescheide

Auf einer Handzeichnung des königlichen Katasteramtes Waxweiler (erstellt 11. Juli 1910) ist das neue Pfarrhaus mit Bleistift nachgetragen, die abgerissenen Teile des Altbaues sind durchkreuzt.
Das Foto (ca. 1915) zeigt den Bereich um die damalige Kapelle mit dem "neuen" Pfarrhaus.

Dieses  Foto (Fotograf : V. Reifenberger) zeigt das Pfarrhaus Anfang der 1950er Jahre,  nachdem die Kriegsschäden weitgehend beseitigt waren. Links  der "Neubau" aus dem Jahr 1897, daneben ein schmaler Bauteil  - ein später vorgenommener  Umbau des vorherigen Pfarrhauses mit Balkon und Wohnräumen oben und Wirtschaftsräumen unten.  Rechts schließt die ehemalige Pfarrscheune (Zustand nach dem Krieg)  an, die unter Pfarrer Loris (Pastor in Pronsfeld von 1941 bis 1949)  zu einem Pfarrsälchen umgebaut worden war. Matthias Holper aus der Pfarrgasse (Jahrgang 1929) erinnert sich noch daran, dass er hier 1943 seine von Pastor Loris organisierte Schulentlassfeier  erlebt hat. Auch Theater wurde in diesem Raum gespielt. Im Krieg wurde die Scheune wohl so stark beschädigt, dass die Außenmauern teilweise abgetragen werden mussten. Eine neue Dachkonstruktion , gedeckt mit hellem Blech, wurde gebaut. Auch die Räumlichkeit wurden  wieder provisorisch hergerichtet. Als Handwerker waren u.a. Maurermeister Adam Peters und Schreinermeister Jupp Maier beschäftigt.  Arbeiten wurden  auch noch unter Pastor Kyll, der 1949 nach Pronsfeld kam, durchgeführt.  Immer wieder sollte dieser Gebäudeteil zu einem Jugend- bzw. Pfarrheim erweitert und umgebaut werden, jedoch blieb es bei den Plänen. ( Als Pastor Kyll ein Auto (schwarzer DKW 3=6) erhielt, nutzte er den Raum u.a. auch als Garage.)  In den Dachgeschossräumen der  neu gebauten Schule (1957 Einzug)  fanden die Jugendgruppen und Vereine schließlich zunächst eine „Unterkunft“.

Da die ehemalige Pfarrscheune nun nicht mehr genutzt wurde, erfolgte in den 1960er Jahren unter Pfarrer Alexander Schlich (1957 - 1974 Pastor in Pronsfeld)  der Abriss.  Überlegungen, an diesem Platz ein neues kircheneigenes Jugendheim zu errichten, wurden nicht verwirklicht , das Grundstück blieb unbebaut und ist heute eine Grünfläche. Am Pfarrhaus selbst erfolgten in den folgenden Jahren einige Male Umbaumaßnahmen. Auch wurden Innen und Außenrenovierungen und Sanierungen (z.B. Dach, Fassade,Fenster mit Klappläden u.a.) vorgenommen.

Pfarrhaus mit Garten (  2.Hälfte 1960er Jahre)                               Pfarrhaus 2009

Das Pfarrhaus hat aufgrund seiner Lage und  seines Baustils, der Zeugnis gibt von der Bauweise um 1900, ohne Zweifel ortsbildprägenden Charakter. Auch die geschichtliche Bedeutung dieses Hauses sowie eine weitere mögliche Nutzung als „Pfarrheim“  bzw. Pfarrbüro (Nebenstelle) , also als Treffpunkt bzw. Anlaufstelle für die Pfarrangehörigen und Gruppierungen der Pfarrei, sollten bei den Überlegungen für die Zukunft des Hauses eine Rolle spielen.  

Wie die kurzen Ausführungen zur Geschichte zeigen, gab es schon Zeiten, die schwieriger waren als die heutigen.

Die Pfarrangehörigen sind aufgerufen, Ideen einzubringen und ihre Meinung zu äußern . Postanschrift: Pfarrbüro Pronsfeld, St. Remigiusstraße, 54597 Pronsfeld

Email : pfarramtpronsfeld@gmx.net


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