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DEFAULT : Aus der "Kirchengeschichte"
10.04.2013 15:40 ( 2051 x gelesen )

Aus der Geschichte unserer Pfarrkirche 1922 - 1945

Das traditionelle Kirmesfest, das in Pronsfeld am 2. Sonntag nach Ostern gefeiert wird, soll wieder einmal Anlass sein, etwas über die Geschichte der „neuen“ Pfarrkirche zu berichten, die 1922 eingeweiht wurde. (Ein erster Beitrag über die Baugeschichte kann hier eingesehen werden!)

Bekanntlich wurde 1921 die bestehende St. Antoniuskapelle in der Dorfmitte zur heutigen Pfarrkirche umgebaut und erweitert. Das  Foto aus dem Jahr 1915 zeigt den Innenraum der Kapelle, identifizierbar durch den Altar , von dem noch berichtet wird.

Über die Inneneinrichtung der neuen Kirche geben ein zweiseitiger handschriftlicher Text von Pfarrer Peter Bund sowie alte Fotografien Auskunft.( Das Studium dieser Quellen belegt, dass Angaben über die Herkunft verschiedener Einrichtungsgegenstände in vielen Veröffentlichungen einer Korrektur bedürfen.)

(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken!)

 

Pastor Peter Bund war Pfarrer in Pronsfeld von 1923 bis 1933. In seiner Amtszeit wurden Renovierungsarbeiten an der Inneneinrichtung der Kirche vorgenommen, die er in einem Schriftsatz festgehalten hat.

 

 (Sollte der weitere Bildbericht nicht zu sehen sein, bitte auf "Mehr Infos" klicken!



Der Schriftsatz von Pfarrer Bund lautet:

Anno Domini 1930

Als Papst Pius XI die Kirche regierte, als Bischof Franz Rudolf Bornewasser die trierische Kirche leitete da unternahm der zeitige Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde Pronsfeld Caspar Stolz, Bartel Hons, J.P. Marnach, Paul Seiberts, Mathias Keils aus Pronsfeld, Eligius Ehlen und Albert Haas aus Orlenbach, Nik. Thielmann aus Pittenbach, Adam Kauth aus Matzerath und Joh. Schütz aus Watzerath unter seinem Pastor zu Pronsfeld Peter Bund die Renovation und Erweiterung des Hochaltars, die durch die Firma Louis Kieffer aus Trier heute am 18.12.30 zur Vollendung kam. 

Dieser Altar stammt aus der Pronsfelder Kapelle – soll ein v. Hontheimsches Geschenk sein – und wurde schon durch Hochw. Herrn Pfarrer Wendling (Bem.: von 1896 - 1902 Pastor in Pronsfeld) renoviert und mit Schranktabernakel versehen. (Bemerkung  : 1899 ) Da aber dieser Tabernakel nicht der Vorschrift entsprach, wurde er jetzt mit diebessicherm Tabernakel versehen und zugleich renoviert und verbreitert. Herr Nikolaus Heinz, zur Zeit Vorsteher der Zivilgemeinde stiftete dafür RM (= Reichsmark) 500,-, den Rest von RM 1600,- gab die Marianische Congregation und der Mütterverein sowie der Lebendige Rosenkranz.

Tu Domine da pacem, parce populo Tuo, dirrige pedes nostros in semitis Tuis, qui vivis et regnas in hoc tabernaculo Tuo.

(Übersetzung :Du Herr, gib Frieden, schone dein Volk, lenke unsere Schritte auf deinen Wegen, der du lebst und herrschst in diesem deinem Tabernakel.)

 

Im selben Jahre haben wir aus der alten Kirche

        1.       den Hochaltar, jetzt in der neuen Kirche Marienaltar

        2.       den einen Seitenaltar jetzt St. Josefsaltar

        3.       die Kanzel aus der alten Kirche, wie sie jetzt dasteht

renovieren bzw. ausbauen lassen durch dieselbe Firma.

1. u. 2. kosteten RM 2000, 3. kostete RM 300,- und ist eine Stiftung des Pfarrers; 1. u. 2. sind gestiftet von Herrn Bernard Heimes, einem Sohn des alten Pronsfelder Lehrers Heimes und von den Angehörigen der gefallenen Soldaten der Pfarrei, die auch das Kriegerdenkmal gestiftet haben.

2.Die Bänke lieferten die Gebrüder Balter von Lünebach, die Stationen die Firma Louis Kieffer aus Trier, die auch das Epitav renovierten (Bemerkung: Epitav = Gedenktafel mit Namen von Verstorbenen; es könnte sich um das damals an der Rückwand der Kirche aufgestellte Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges gehandelt haben, es ist heute nicht mehr vorhanden, Bruchstücke sind noch auf dem Friedhof zu sehen.)

 Pronsfeld, den 18.12.30   PBund Pfr

Kursivdruck: Anmerkungen des Verfassers dieses Berichtes

 

Das Bild zeigt den damaligen Hochaltar, der aus der Antoniuskapelle stammte, vor der Renovierung und "Erweiterung". Der Säulenaltar aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts war nach Oster („Geschichte der Pfarreien“) eine Stiftung des damaligen Pastors Walmarus und in der Folgezeit einige Male renoviert und umgearbeitet worden. Er enthielt nach der Renovierung 1899 zwei Gemälde, die die Kreuzigung und eine Abendmahlszene  darstellten.

Bei der Renovierung unter Pfarrer Bund wurde der Altar u.a.an den Seiten mit einem reich verzierten Holzschnitzwerk versehen und wirkte so breiter und größer.(Siehe folgendes Bild.)

Dieser Altar wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und es existierten nur noch Fragmente, so dass eine Wiederherstellung nicht mehr möglich war.

Daher wurde beim Wiederaufbau nach 1945 der damalige Seitenaltar (der sog. Marienaltar) , der aus der alten Kirche stammte, als Hochaltar aufgestellt. Diese Funktion erfüllt er auch heute noch.

 

Das Bild zeigt die Kirche, wie sie sich nach der Renovierung unter Pfarrer Bund darstellte: Links die Kanzel, der linke Seitenaltar (von Bund als Marienaltar bezeichnet ) ist heute der Hochaltar, der rechte Seitenaltar (St. Josefsaltar) und im Chorraum der Hochaltar mit den Gemälden, der aus der Antoniuskapelle stammte. 

 

 

 

 

 


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