*
Menu
Pronsfeld Pronsfeld
Aktuelles/Archiv Aktuelles/Archiv
Archiv 2009 Archiv 2009
Archiv 2010 Archiv 2010
Archiv 2011 Archiv 2011
Archiv 2012 Archiv 2012
Archiv 2014 Archiv 2014
Veranstaltungen/Termine Veranstaltungen/Termine
Gemeinde Gemeinde
Verwaltung Verwaltung
Öffentl. Einrichtungen Öffentl. Einrichtungen
Kita Kita
Bürgerservice Bürgerservice
Dorferneuerung Dorferneuerung
Aktuelles Aktuelles
Presse Presse
Unterlagen/Materialien Unterlagen/Materialien
Fotogalerie Fotogalerie
Geschichte u. Geschichten Geschichte u. Geschichten
Unsere Pfarrkirche Unsere Pfarrkirche
Wegekreuze Wegekreuze
Aus der Fotokiste Aus der Fotokiste
Der Strom kommt Der Strom kommt
Zweiter Weltkrieg Zweiter Weltkrieg
Pronsfeld 1945 Pronsfeld 1945
1945 Gefallen bei Pronsfeld 1945 Gefallen bei Pronsfeld
Spuren: Lager Pronsfeld Spuren: Lager Pronsfeld
Pronsfeld 1914 Pronsfeld 1914
Pfarrhäuser in Pronsfeld Pfarrhäuser in Pronsfeld
Eisenbahngeschichte Eisenbahngeschichte
Sehenswürdigkeiten Sehenswürdigkeiten
Bahntrassenradeln Bahntrassenradeln
NSG Alfbachtal NSG Alfbachtal
Tourismus und Freizeit Tourismus und Freizeit
Unterkünfte Unterkünfte
Wohnmobilstellplatz Wohnmobilstellplatz
Gewerbe, Handel, Service Gewerbe, Handel, Service
Vereine Vereine
Impressum Impressum
Pfarrbote

Dorferneuerung
Kita

Mitteilungsblatt

Wetter

Abfallkalender
Abfallfibel2017
eifel
PrinterFriendly
Druckoptimierte Version
DEFAULT : "Schleiferberg" - Ausbau und mehr
11.03.2012 16:28 ( 3273 x gelesen )

Der "Schleiferberg" , ein Weg mit Geschichte

Der Ortsgemeinderat Pronsfeld beschloss in der Sitzung am  23. Februar , die notwendigen Schritte zum baldigen Ausbau der Gemeindestraße „Schleiferberg“ einzuleiten und die Arbeiten auszuschreiben. In der der Sitzung vorangegangenen Anliegerversammlung wurde die Planung vorgestellt und diskutiert. Diese steile Ortsstraße im Unterdorf stellte wegen ihres schlechten Zustandes schon seit einigen Jahren ein „Sorgenkind“ bei den Ortsstraßen dar. Erst nachdem als Veranlagungsmodell die „Wiederkehrenden Beiträge“ auch in Pronsfeld eingeführt wurden, nahm man dieses Projekt in Angriff, um es auf „mehr Schultern“ verteilen zu können. Die geschätzten Ausbaukosten belaufen sich auf ca. 160 000 €, wobei 38 500 € als Zuschuss vom Land bewilligt wurden. Der Gemeindeanteil wurde mit 40 % festgesetzt ; 60 % der Kosten werden durch Umlage erhoben. Gleichzeitig mit dem Straßenausbau wird auch die Wasserleitung neu verlegt. Die Hauptkanalleitungen sind noch in Ordnung – dies ergaben Untersuchungen des Verbandsgemeindewerkes – und müssen daher nicht erneuert werden.
(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)
 
Steil geht es  den Schleiferberg hinauf Die Oberflächenentwässerung funktioniert nicht
 
"Zerbröselter" Straßenbelag  Schäden an Rinne und Belag

 Alte Bilder und Karten „berichten“ etwas über den „Schläiferbersch“, wie es auf Pronsfelder Platt heißt. (Falls der Bildbericht nicht zu sehen ist, bitte auf „Mehr Infos“ klicken.

 


"Schleiferberg"  -alte Bilder berichten

Auf der ersten Katasterkarte , dem „Urkataster“ aus dem Jahr 1827 , findet sich die Lagebezeichnung „ im Schleiferberg“. Bei der Erstellung dieses Katasters wurden die bereits in „Platt“ vorhandenen Namen ins Hochdeutsche „übersetzt“, wobei die gesprochenen Laute nur annähernd zum Ausdruck kommen können. ( Schleiferberg wird im Platt wie „Schläiferbersch“ gesprochen, wobei an das kurz gesprochene ä das i sofort angebunden wird, es klingt wie der holländische Laut „ij“ .)
Auf dem „Schläiferbersch“ gibt es auch eine Hausbezeichnung, die heute noch bei den Älteren als „Schläifer“ bekannt ist. Als in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts Lambert Jansen dieses Haus kaufte, war er in Pronsfeld nicht als Lambert Jansen bekannt, sondern als „Schläifer Laampert“, auch seine Kinder hießen natürlich nicht „Jansen“ sondern „Schläifer“ z. B. „Schläifer Werner“ , der heute in der Straße „Im Wiesengrund“ wohnt.
Es spricht Einiges dafür, dass die Lage „im Schleiferberg“ von dem Hausnamen „Schleifer“ – wie z.B. auch „Tilmespaisch“,“Scholzenpaisch“  oder „Krämersgarten“ kommt. Vielleicht war der Hausbesitzer von Beruf „Schleifer“  oder besteht ev. eine Verbindung zu den alten in der Nähe liegenden ehemaligen Steinbrüchen ?  Möglich ist natürlich auch, dass das Haus den Namen von der ev. bereits vorhandenen Flurbezeichnung erhielt.
Wie auf der Karte zu sehen, lagen am „Schleiferbergweg“ 1827 nur 3 Häuser, links zu Beginn des Weges die damaligen Häuser Peters (später Pint, Chadasewitsch, heute Grünfläche), darüber Haus Clasen (später Welter, Schmitt) und oben auf dem Berghang vermutlich das „Schleiferhaus“, damaliger Besitzer ein Paul Ganser.
Von der Eisenbahn ist natürlich nichts zu sehen, da diese erst 1886 gebaut wurde.
 
Der Ausschnitt aus einer  kolorierten  Karte, die im Jahr 1907 verschickt wurde, zeigt bereits eine dichtere Bebauung des Schleiferberges, dessen Hang zur Prüm hin durch den Neubau der Bahnlinie (1886) teilweise angeschnitten und abgetragen wurde. Unmittelbar hinter dem Bahnübergang ist rechts ein Haus (existiert nicht mehr) der Fam. Welter  zu sehen, links davon auf der anderen Straßenseite das Haus Pint mit dem angebauten Haus Müller (heute Grünfläche). Oben auf dem Berg sind zu erkennen die Häuser Bachels, Finken, Simon, Jansen („Schläifer“) . Im Vordergrund an der Prümbrücke das Gasthaus „Zur Post“ mit dem Kaiserlichen Postamt. Im Bahnhofsbereich fällt der damalige Wasserturm auf, rechts daneben das Bahnhofsgebäude.
 
Dieser Kartenausschnitt aus dem Jahr 1915 zeigt den Schleiferberg in voller Länge. Sogar die Verlängerung des Schleiferberges der sogenannte „Jeeßepaad“ (Geißenpfad) mit dem Petershaus, das „Pittisch Heen“ erbaute, ist zu sehen. Das alte Welterhaus unmittelbar am Anstieg des Schleiferbergweges wurde wegen der Bahnerweiterung abgerissen und stattdessen 1912 ein großer Neubau errichtet . Die Bahnanlagen wurden um die Strecken nach Waxweiler und Neuerburg erweitert (1907), der Wasserturm zwischenzeitlich abgerissen.
 
Der Ausschnitt aus der Karte von 1939 zeigt gegenüber dem Bild von 1915 relativ wenig Veränderungen: das Haus Heinz (links am Bildrand) wurde zwischenzeitlich neu gebaut und wegen des zweigleisigen Ausbaues der Bahnstrecke nach St. Vith (1917/18) war eine Betonstützmauer am Schleiferberg errichtet worden. Das zweite Gleis wurde aber bereits 1930 wieder wegen der Bestimmungen des Versailler Vertrages abgebaut.
Im zweiten Weltkrieg wurde der Schleiferberg wegen der Nähe zum Bahnhof  stark in Mitleidenschaft gezogen: einige Häuser wurden völlig zerstört, andere beschädigt.
Heute liegen am Schleiferbergweg auf der linken Seite 4 Wohnhäuser, 2 davon im Außenbereich am ehemaligen „Jeeßepaad“ , auf der rechten Seite liegen 7 Wohnhäuser, die alle wegen ihrer Lage am Berghang über dem alten Bahngelände eine schöne Aussicht auf das Prümtal und das Dorf haben. 
 (Das Bild wurde 2007 bei einem Ballonmeeting vom Schleiferberg aus aufgenommen))


Zurück Druckoptimierte Version Diesen Artikel weiterempfehlen... Druckoptimierte Version
Minikalender
 Dez 2017 
So Mo Di Mi Do Fr Sa
1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31
Heute
Bisherige Artikel
PresseTV

Pronsfeld in der Presse

Eisenbahnmuseum
VideosFilme
Videos/Filme
ArlaERweiterung
VideoHierzuland


FilmPrümerLand
Eifelzoo
Signatur
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail