Biber bauen an neuem Damm
Als im Spätherbst des letzten Jahres wegen der Überflutung des Wirtschaftsweges zwei Biberdämme im Alfbachtal entfernt wurden, befürchteten viele Besucher dieses einzigartigen Biotops, Meister Bockert - so heißt der Biber in der Fabel - könne abwandern. Zum Glück ließ er sich durch diese Aktion jedoch wenig beeindrucken und baut zur Zeit fleißig an seinem neuen Damm.
In der Abenddämmerung können die Tiere dabei beobachtet werden, wie sie Äste, Grasbüschel und Reisigmaterial heranschaffen und den Damm an der Brückenröhre befestigen und wachsen lassen.Instinktiv bauen die Biber den Damm an der engsten Stelle des Tales, und dies ist in diesem Fall die Brückenröhre. Dies wiederum führt zu dem Problem, dass das Wasser wegen der zugebauten Brückenröhre nicht abfließen kann und so den Wegedamm gefährdet.
Bei einem Termin mit verschiedenen Behörden und den Vertretern des Biberzentrums wurden Lösungsmöglichkeiten erörtert. Um das Problem dauerhaft zu lösen, ist an eine Absenkung des Wegedammes und die Anlage einer befestigten Furt gedacht, über die das Wasser beim Erreichen einer bestimmten Höhe breitflächig abfließen kann. Kurzfristig wird seitens der Gemeinde darauf geachtet, dass der Damm nicht wieder den gesamten Brückendurchlass verschließte. Die Wunden, die der Bagger im letzten Jahr in dieBachaue geschlagen hat, beginnen zum Glück durch den langsam einsetzenden Pflanzenbewuchs zu vernarben.
Nach Meinung aller Naturfreunde, aller Besucher und der Gemeinde Pronsfeld muss alles getan werden, um diese einmalige Attraktion im Alfbachtal zu schützen und zu erhalten.
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| Biber beim Dammbau (Mai 2010) Blick auf den "Bibersee" (Mai 2010) |
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| Blick über die Dammkrone (Mai 2010) Der Damm in der Brückenröhre (Mai 2010) |






