Klapperjungen und -mädchen wieder unterwegs
Während der Kartage wird wie in vielen anderen Eifeldörfern auch in Pronsfeld der alte Brauch des "Klapperns" durchgeführt. Seit altersher übernehmen in Pronsfeld 3 Gruppen die Aufgabe der Glocken, die in der Hl. Messe an Gründonnerstag verstummen und erst wieder in der Osternacht erklingen.
"Die "Oberdorfer", die "Mitteldorfer" und die "Unterdorfer" - auch "Holländer" genannt - ziehen morgens, mittags und abends sowie vor den Gottesdiensten durch ihre Ortsteile, um die Gläubigen an Gebet und Gottesdienst zu erinnern. Morgens und abends erschallt der Ruf "Et lockt Bättglock" , mittags heißt es "Et lockt Mettisch". Dem Aufruf wird anschließend durch das laute Gerappel der Klappern Nachdruck verliehen. Zum Gottesdienst ertönt zunächst der Ruf " Et lockt firr d`ierscht " und dann "Et lockt ze hoof ". Wer dies hört muss sich beeilen, um nicht zu spät zu kommen. Am Karsamstag ziehen die "Klapperkinder" von Haus zu Haus und fordern lautstark ihren "Lohn" ein: "Eier, rous, Eier rous, soss schecke mer esch de Brosselmaan ant Hous!"
Mit "Brosselkasten" wird die kastenförmige Klapper bezeichnet, bei der mit Hilfe einer Kurbel eine Art "Nockenwelle" gedreht wird, die Ratschen anhebt und dann auf den Kastenboden "krachen" lässt. Die kleinere "Klip-Klap", bei der ein kleiner Holzhammer auf ein Klangbrett schlägt, ist scheinbar nicht mehr "in". (Zu sehen ist sie auf dem letzten Bild, das in den 30ger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgenommen wurde.) (Zum Vergrößern bitte die Bildunterschriften anklicken!)
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| Die "Oberdorfer" am Kirchplatz Die "Mitteldorfer" |
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Die "Holländer" am Schleiferberg. War in früheren Zeiten - und scheinbar auch heute noch in den anderen Ortsteilen des Dorfes - das Klappern eine reine "Jungenangelegenheit" ist es in "Holland" anders: hier klappern erfreulicherweise auch die Mädchen mit. |
Erinnerungen: |
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| Klapperjungen 1977 - Hauptstraße Klapperjungen ca. 1930 - Hauptstraße |






