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Aus der "Bilderkiste" : Vor 100 Jahren
21.09.2017 20:54 ( 1067 x gelesen )

Vor 100 Jahren in Pronsfeld:

Das hundert Jahre alte Foto des Fotografen Johann Krämer berichtet von einem Ereignis, das 1917 die Menschen in Pronsfeld sicher sehr bewegt hat

„Die Lebenden rief ich, die Toten beklagt ich

durch achtzig Jahr mit ehernem Klang.

Heut ruft das Vaterland mich!

Auf denn zum letzten Gang.

Zum Kriege, zum Kriege mit Gott wohlan!“

Diesen Text schrieben Pronsfelder Bürgerinnen und Bürger auf eine Tafel, als sie sich vor 100 Jahren dem Fotografen stellten, um im Bild die feierliche Verabschiedung  zweier Glocken zu dokumentieren.  

Wie auch in anderen katholischen und protestantischen Kirchengemeinden im deutschen Reich mussten Glocken aus Bronze abgeliefert werden, um  „kriegswirtschaftlichen“ Zwecken zu dienen: die Glocken wurden eingeschmolzen, um die darin enthaltene Metalle Kupfer und Zinn zu gewinnen, die zur Herstellung von Munition und Kriegsgerät benötigt wurden. Auch Orgelpfeifen aus Zinn wurden beschlagnahmt.

Die Pfarrgemeinde Pronsfeld musste zwei ihrer Glocken aus dem Turm der Pfarrkirche (heute Alte Kirche) abliefern, die festlich geschmückt verabschiedet wurden. Vermutlich wurden sie nach Kall gebracht, zusammen mit vielen anderen Kirchenglocken des Prümer Landes. Die ernsten Gesichter der versammelten Menschen drücken Trauer und Bedauern aus.  Der  Text auf der Tafel lässt gleichzeitig aber auch die noch im dritten Kriegsjahr  vorhandene patriotische Gesinnung erkennen:  für das Vaterland müssen Opfer gebracht werden. Diese Einstellung war trotz der vielen Kriegstoten auf den Schlachtfeldern und der Nöte in der Heimat noch weitgehend vorherrschend, auch bei den Kirchen.

Die einzelnen Personen auf dem Bild können vom Verfasser weitgehend nicht bestimmt werden. (Hilfe wird gerne angenommen: 06556-831 oder per Mail: winfriedrichards@t-online.de))Zu erkennen ist Wilhelm Kribs (links neben der Glocke stehend) sowie links 2 Frauen der Familie Gilles, eine davon wahrscheinlich Anna Gilles. Die Uniformierten rechts sind Eisenbahner. Zum Vergrößern auf das Bild klicken!

Hintergrund:

Wegen der Rohstoffknappheit im 3. Kriegsjahr erschien im  März 1917 eine amtliche Bekanntmachung, die Einzelheiten zu Beschlagnahmung, Bestandserhebung und Enteignung sowie zur freiwilligen Ablieferung von Glocken ausBronze enthielt. Auf Ersuchen des Königlichen Kriegsministeriums und unter Strafandrohung wurden alle Besitzer von Bronzeglocken enteignet – davon ausgenommen wurden Glocken für Signalzwecke des Eisenbahn-, Straßenbahn- und Schifffahrts-Verkehrs sowie der Feuerwehren.

Im Laufe des Jahres 1917 wurde begonnen, auch alle Glocken von Kirchen zu erfassen und nach ihrem historischen Wert zu kategorisieren. Insbesondere Glocken des 19. Jahrhunderts wurden vielfach zur Einschmelzung abgeliefert, ebenso zahlreiche Zinnpfeifen aus Kirchenorgeln.Im Kaiserreich wurde ungefähr die Hälfte aller Glocken eingeschmolzen.Die Glocken des Prümer Landes wurden nach Kall transportiert, wo sie zerschlagen und eingeschmolzen wurden.

Auch im zweiten Weltkrieg wurden wiederum Glocken zu Kriegszwecken abgehängt und eingeschmolzen.


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