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Die "Alte St. Remigiuskirche", das Wahrzeichen der Gemeinde |
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1738 wurde die Kirche renoviert und erhielt im Wesentlichen die Gestalt, wie sie bis
1921 erhalten blieb: Der Turm saß zwischen den hohen Dächern von Chor und Langschiff, und nur der mit Schiefern gedeckte Turmhelm ragte hervor. Da sich das Dorf jedoch immer weiter von der Kirche weg talwärts in das Dorf verlagerte, wurde bereits 1686 eine Kapelle an der Stelle errichtet, an der die heutige Pfarrkirche steht. Auch das Pfarrhaus wurde 1615 „unten im Dorf“ gebaut. Nach und nach verlagerte sich der gesamte Gottesdienst in die Kapelle (St.Antonius) im Dorf, da für die Gläubigen wie auch für den Pfarrer der steile, schlecht ausgebaute Weg zur Bergkirche sehr beschwerlich war.
1889 wurde diese Dorfkapelle durch eine größere saalartige Interimskirche ersetzt, die dann wiederum
1921 zur neuen Pfarrkirche um- und ausgebaut wurde. Das Langhaus der alten Kirche wurde abgerissen und das brauchbare Material beim Neubau verwandt.
Die „alte“ Kirche auf dem Berg bestand nunmehr nur noch aus dem Turm und dem Chorraum . Im 2.Weltkrieg wurde insbesondere der Turm von Artilleriegeschossen getroffen und stürzte 1948 ein.
1957 entschloss man sich, die Ruine des Turmes zu sichern und den Chorraum als Mahnmal für die Gefallenen, Vermissten und Zivilopfer der Pfarrgemeinde zu gestalten. So erfuhr die alte Kirche als Mahnmal und Wahrzeichen der Gemeinde eine neue sinnvolle Bedeutung. Nach einer Renovierung 1980 wurde das Bauwerk 1983 als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz gestellt.
In Folge der exponierten Lage auf dem Berghang ist das Bauwerk naturgemäß den Witterungseinflüssen sehr stark ausgesetzt. Wind, Regen und Frost schädigten den Bau im Laufe der Zeit in hohem Maße und eine grundlegende Sanierung wurde unumgänglich, sollte das Wahrzeichen Pronsfeld nicht verfallen.
Um die Gemeinde bei ihren Bemühungen zu unterstützen, wurde 1994 der Förderverein „Alte Kirche“ gegründet. Zahlreiche, beispielhafte Aktionen des rührigen Vereins machten es möglich, dass nach Zuschüssen des Landes und der Gemeinden die Renovierungsarbeiten in Angriff genommen werden konnten. Hierbei erbrachten die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vereins enorme Eigenleistungen z. B. bei der Freilegung des Mauerwerkes, beim Abschlagen des alten Putze usw. und sorgten so für eine große Kosteneinsparung.
Nach umfangreichen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten konnte im September 2002 der Abschluss der Arbeiten mit einem Festakt gefeiert werden.
Auch in Zukunft werden jedoch ständig Maßnahmen zur Erhaltung des Wahrzeichens der Gemeinde erforderlich sein.
Im Chorraum aus der spätgotischen Bauepoche befinden sich 2 Grabplatten. Die aus dem Jahr 1604 stammende Grabplatte des Pastors Barthlomäus Reulandt von Pronsfeld (Dechant in Kyllburg und Bitburg) ist noch recht gut erhalten.
Die in den Boden eingefügte Grabplatte des Pastors Martin Urbani aus dem Jahr 1732 ist schon stark abgetreten. Sie bedeckt die bei den Renovierungsarbeiten im Innern des Chorraumes gefunden Gebeine und Knochenreste.
Sehenswert ist neben dem Kreuzgewölbe und dem aus Bruchstein gemauerten Altar mit seiner mächtigen Sandsteinplatte auch das Sakramentshäuschen an der Nordseite des Chores mit der runden Öffnung, dem sogenannten „Okulus“ ( Auge). An den Wänden umrahmen die Gedenktafeln für die Toten der Kriege eine Darstellung der „Muttergottes von Stalingrad“, die ein Kriegsteilnehmer 1943 im Kessel von Stalingrad zeichnete.
Die Glasfenster, die Tod und Auferstehung Christi darstellen, erstrahlen nach der Renovierung wieder in eindrucksvollen Farben. Eine Toranlage mit einer kunstvoll gestalteten Verglasung nach einem Entwurf des Künstlers Quappe-Steffen aus Trier schließt den Chorraum zur Friedhofseite hin ab.
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| Alte Kirche um 1900 | Turm mit Chor 1930 | Ruine der Kirche 1948 |
Friedhof |
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Auf dem am Berghang terrassenförmig um die alte Kirche angelegten Friedhof sind mehrere alte Grabkreuze aus Sandstein und Schiefer aus dem 17. –19. Jahrhundert erhalten. Auch in die Friedhofsmauer wurden einige Fragmente von Kreuzen eingemauert.
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Pfarrkirche St. Remigius |
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Der Remigiusbrunnen |
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Wegekreuze
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Wegekreuze stellen wichtige Zeugnisse des Glaubens und unserer christlich geprägten Kultur und Geschichte dar. In Folge der fortschreitenden Verwitte-rung sind die Kreuze zum Teil jedoch stark gefährdet und es müssen drin-gend Maßnahmen zur Erhaltung getroffen werden. |
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5. Glockenblumenkreuz an der St. Remigiusstraße , Abzweigung Pfarrgasse Es handelt sich um ein spätbarockes Schaftkreuz aus Sandstein mit Glockenblumenmotiven und einem geflügelten Puttenkopf |
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Bauernhäuser |
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Durch die starken Zerstörungen gegen Ende des 2.Weltkrieges wurden fast alle Gebäude in Pronsfeld in Mitleidenschaft gezogen. Zahlreiche alte Bauernhäuser und auch die Pronsfelder Mühle wurden völlig zerstört und konnten nicht mehr hergerichtet werden, so dass vielfach wertvolle alte Bausubstanz für immer verloren ging. Lediglich Fotos wie sie z.B. im Buch „Pronsfelder Bilderbogen“ enthalten sind, geben Zeugnis von diesen Bauwerken. |
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Das Haus St. Remigiusstraße 17 mit dem Eingangsbereich und dem rundbogigen Kellerzugang aus dem Jahr 1775 ist ein Beispiel für eine gelungene Sanierung alter Bausubstanz und steht unter Denkmalschutz. |
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So wie sich die ehemalige Pfarrkirche am Berghang auf dem Friedhof heute darbietet, handelt es sich eigentlich „nur“ noch um den aus dem Jahre 1498 stammenden spätgotischen rippengewölbten Chorraum sowie um die Überreste des Turmes. 

Charakteristisch für die neue Pfarrkirche ist die mit Schiefern gedeckte Kuppel und der 1962 errichtete freistehende Glockenturm. 1921 wurde die Antoniuskapelle nach Plänen des Architekten Endler aus Köln um eine überkuppelte Vierung mit kurzen Querarmen und einem halb-kreisförmigen Chorraum verlängert. Der Bau wurde im Sinne der Reformarchitektur außen und innen schlicht nach Vorbildern des ländlichen Barocks gestaltet. 


