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Pronsfeld im 1. Weltkrieg : Das Jahr 1914

Der Erste Weltkrieg war der erste „industriell“ geführte globale Massenkrieg in der Geschichte. Mehr als 17 Millionen starben weltweit auf  Schlachtfeldern und an anderen Folgen des Krieges wie Hunger und Krankheiten. Umfangreiche politische Veränderungen hatte der Krieg zur Folge, die zu neuen Kriegen und Konflikten führten und noch teilweise bis  heute nachwirken.

Der Kriegsbeginn im Zeitraffer:

28.Juni 1914: Attentat in Sarajewo, Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erherzog Franz Ferdinand und seiner Frau

28.Juli 1914: Österreich erklärt Serbien den Krieg

01.August 1914 : das Deutsche Reich erklärt Russland den Krieg

02.August 1914 : Deutscher Einmarsch in Luxemburg, Ultimatum Deutschlands an Belgien, einen freien Durchmarsch zu gestatten, 1.Mobilmachungstag in Deutschland

03.August 1914: das Deutsche Reich erklärt Frankreich den Krieg, Einmarsch in Belgien

04.August 1914: Kriegserklärung Großbritanniens an Deutschland

Bei Ausbruch des Krieges herrschte wohl zunächst auch in Pronsfeld, das 1914 um die 650 Einwohner zählte,  wie im ganzen Deutschen Reich eine Art „vaterländischer“ Begeisterung. Man glaubte an einen gerechtfertigten Krieg, der schon bald siegreich enden würde. So stellen sich auch die Pronsfelder Rekruten des Jahres 1914 gut gelaunt dem Fotografen. Johann Heinzkyll aus der Hauptstraße war einer der Gemusterten. (Auf dem Bild in der oberen Reihe links.)

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!

J. Heinzkyll wurde nach Koblenz-Ehrenbreitstein  zu den Pionieren eingezogen und schrieb von hier aus am 15. Februar 1915 eine Feldpostkarte mit einem Bild von sich und seinen Kameraden,  an den Pronsfelder  Lehrer Christian Krämer, aus dessen Nachlass auch das Bild stammt.  (Pionier Heinzkyll ist der zweite Soldat von rechts in der zweiten Reihe.)
Johann Heinzkyll überlebte den Krieg und kehrte nach Pronsfeld zurück, arbeitete bei der Reichsbahn und lebte bis zu seinem Tod 1964 mit seiner Familie in der Hauptstraße  (Das Bild zeigt ihn mit seiner Familie vor seinem Haus, das inzwischen den Besitzer gewechselt hat)

Bahnhof Pronsfeld 1914

In Pronsfeld machten sich die Kriegsvorbereitungen und Mobilmachungsaktivitäten besonders durch den Eisenbahnbetrieb auf dem Bahnhof und den Bahnstrecken bemerkbar. So fuhr am 3. August 1914 der letzte planmäßige Zivilzug ab, jetzt gab es nur noch Militärtransporte Richtung Westen  zum Aufmarschgebiet gegen Belgien. (St. Vith gehörte damals noch zum Deutschen Reich.) Die Strecke, die seit 1910 von Gerolstein bis Pronsfeld sogar zweigleisig zu befahren war.  war für die III. Armee, deren Soldaten hauptsächlich aus Sachsen und Thüringen stammten, die Haupteisenbahnstrecke, Der Bahnhof Pronsfeld besaß lange Verladerampen und ausreichend Verschiebe- und Wartegleise, die in den Vorjahren nach militärischen Planungen und Vorgaben angelegt worden waren. Die ausgedehnten Anlagen ließen einen großen Lade- und Versorgungsbetrieb sowie den erforderlichen Begegnungsverkehr zu.  

Der Chronist  Scharbach (Prüm) berichtet: „Mitte September (1914) war die Strecke für mehrere Tage gesperrt, da 50 Züge mit frisch ausgebildeten Soldaten zum westlichen Kriegsschauplatz gebracht wurden. Die Landwehr übernahm die Strecken- und Bahnhofswache. Auch im November gingen wieder Transporte mit gerade eingezogenen Rekruten, die noch nicht eingekleidet waren, zum Truppenübungsplatz Elsenborn.“  

Die Bahn bildete natürlich auch für die durch Einberufungsbefehl  eingezogenen Soldaten das wichtigste Transportmittel, das sie zu ihren Standorten brachte.  Für die Eifeler Soldaten waren das in erster Linie die Garnisonsstädte Trier und Koblenz. Den Weg zum nächsten Bahnhof mussten die Eingezogenen von ihren Dörfern zu Fuß oder per Fuhrwerk zurücklegen, einen nennenswerten motorisierten Straßenverkehr gab es zu dieser Zeit nicht – das Auto war erst vor wenigen Jahren entwickelt worden.

Das Bild zeigt Pronsfelder Soldaten auf der Bahnhofstraße in Pronsfeld.

Die bei Kriegsausbruch vorhandene Euphorie wurde schon bald gedämpft, da der Krieg doch länger dauerte als gehofft und auch die ersten Nachrichten von gefallenen Soldaten in der Heimat eintrafen. So fiel schon in den ersten Kriegstagen am 07.08.1914  der Pronsfelder  Paul Jansen im Alter von 22 Jahren (geb. am 04.05.1892).  Er stammte aus der Remigiusstraße  (damals Dorfstraße)  und gehörte dem Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 7 an, das zur 16. Kavalleriebrigade gehörte und in Trier stationiert war. Paul Jansen fiel in Vance in Belgien (westlich von Arlon).

Die Familie Jansen traf es besonders hart, da am 23. Juli 1918 mit Peter Jansen ein weiterer Sohn  im Alter von 24 Jahren sein Leben verlor.

Auch in Watzerath und Pittenbach trauerte man 1914  um die ersten Kriegstoten. (Valentin Theodor fiel im Alter von 29 Jahren und Johann Thielmann aus Pittenbach im Alter von 27 Jahren.)

Ende 1914 herrschte im ganzen Reich noch großer Optimismus, den Krieg siegreich führen zu können. Bei der Zivilbevölkerung herrschte noch kein Mangel an Nahrung und die Versorgungslage war insgesamt noch gut. Die gefallenen Soldaten wurden von offizieller Seite als Helden bezeichnet, die sich für das Vaterland opferten und auf dem Felde der Ehre den Heldentod erlitten. „Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben!“, stand auf vielen Totenzetteln.  Die betroffenen Familien mussten den Schmerz und die Trauer um einen grauenvollen Tod  ihrer Angehörigen aushalten.

"Weihnachtswunder 1914"

Ein kleines „Weihnachtswunder“ ereignete sich 1914 an der Westfront, als  Soldaten, die kurz zuvor noch aufeinander schossen, aus ihren Schützengraben krochen und sich zwischen den Linien trafen, gemeinsam Weihnachtslieder sangen und Geschenke austauschten – dies ohne die Genehmigung der oberen Befehlsebene. Ein Auszug aus dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" :

„Weihnachten 1914. Zwischen Minenfeldern, Stacheldrahtwirren und stinkendem Schlamm harren Millionen Soldaten in den Schützengräben an der Westfront aus. In dem Niemandsland zwischen den feindlichen Linien liegen Tausende Gefallene. Über einige der Leichen sind die Ratten hergefallen. Fast 800.000 Todesopfer hat der Erste Weltkrieg zu diesem Zeitpunkt gefordert: 160.000 Briten, 300.000 Franzosen, 300.000 Deutsche. Weihnachten und Weltkrieg: Das geht nicht zusammen. So scheint es zumindest.

Doch inmitten der Grausamkeiten greift der Geist des Weihnachtsfests an einigen Stellungen um sich: Auf beiden Seiten der Front tauschen Feinde mit Anbruch des Heiligen Abends auf einmal Freundlichkeiten aus, Kerzen werden angezündet, Waffen schweigen, stattdessen tönt es "Frohe Weihnachten" und "Merry Christmas" aus vielen Schützengräben.

Die Szenen des Weihnachtsfriedens von 1914 zwischen Franzosen, Briten und Deutschen - sie bleiben unvergessen.“  Doch der Krieg ging kurz danach unerbittlich weiter – er sollte noch fast 4 Jahre dauern und Millionen Menschen das Leben kosten !

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