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Ein "lebendiger" uralter Brauch in Pronsfeld |
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Die "Burg" des Oberdorfes Der brennende Burgbaum
Einige der "Burgjungen" Es wird auf den Abend gewartet Erinnerungen
In memoriam: Martin Schmitz (Januar 2010)Am 28. Januar 2010 verstarb im Alter von 88 Jahren Herr Martin Schmitz aus Pronsfeld. Der Verstorbene hat sich als haupt- und ehrenamtlicher Kommunalpolitiker viele Jahre lang für die Bürgerinnen und Bürger seiner Heimat engagiert und für das Wohl der Allgemeinheit gearbeitet. Von 1949 bis zur Verwaltungsreform 1971 war Herr Schmitz Amtsbürgermeister des Amtes Niederprüm-Pronsfeld. In seiner Amtszeit setzte er sich besonders für den Wiederaufbau und die Entwicklung der Infrastuktur der im Krieg stark zerstörten Dörfer und Gemeinden ein. So wurden in Zusammenarbeit mit den gemeindlichen Gremien in seiner Heimatgemeinde Pronsfeld u.a. die Schule, der Kindergarten und das Feuerwehrgerätehaus neu gebaut. Auch die Neugestaltung des Friedhofes sowie die Sicherung und erste Renovierung der Alten Kirche wurden in jener Zeit durchgeführt. Umfangreiche Baumaßnahmen an Straßen und Wegen sowie der Ausbau der Bürgersteige wurden von ihm initiiert und verbesserten die Infrastruktur. Zu erwähnen ist vor allem die stete Bemühung, Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. So setzte er sich auch engagiert für die Ansiedlung der MUH ein, die 1966 eingeweiht wurde. Ehrenamtlich war Amtsbürgermeister Schmitz von 1956 bis 1970 Mitglied des Kreistages des Landkreises Prüm. Infolge der Verwaltungsreform, bei der das Amt Pronsfeld-Niederprüm und auch der Kreis Prüm aufgelöst wurden, wurde Herr Schmitz zwar in den Ruhestand versetzt, doch auf ehrenamtlicher Ebene widmete er sich weiter als aktiver und für seine Meinung eintretender Bürger der Kommunalpolitik. So wurde er nach dem Umzug in seine Heimatgemeinde 1979 in den Gemeinderat Pronsfeld gewählt, dem er bis 1994 angehörte. Im Verbandsgemeinderat Prüm war er von 1979 – 1999 und im Kreistag des Eifelkreises Bitburg-Prüm von 1989 bis 1994 tätig. Im Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde engagierte er sich u.a. für den Einbau der Empore mit der neuen Orgel. Besonders in den Jahren des Wiederaufbaues bemühte sich Herr Schmitz vor allem auch um das gesellschaftliche und kulturelle Leben in den Gemeinden. In Pronsfeld war er maßgeblich an der Gründung (1947) des Spiel- und Sportvereins Pronsfeld sowie an der Wiedergründung (1953) des Musikvereins Pronsfeld beteiligt. Als dessen Vorsitzender (bis 1971) war er vor allem für den erfolgreichen Aufbau des Vereins und zahlreiche große Feste verantwortlich. Wegen seiner Verdienste in der Kommunalpolitik wurde Herr Schmitz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet, der Sportverein ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden und der Musikverein zum Ehrenmitglied. Auch nach dem Ausscheiden aus seinen vielfachen Ämtern interessierte sich Herr Schmitz lebhaft für das Geschehen in Pronsfeld. Als ihm vor ein paar Jahren der schlechte Zustand des Holzaltares in der Aussegnungshalle auffiel, finanzierte er selbst kurz entschlossen die Restaurierung durch einen Fachbetrieb. Die Gemeinde Pronsfeld verliert mit Herrn Martin Schmitz einen engagierten und verdienstvollen Mitbürger. Erinnerungen(Zum Vergrößern der Bilder bitte die Bildtexte anklicken!)
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Neues aus Pronsfeld (April 2010) |
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Erstkommunion |
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| 13 Kinder feierten am sogenannten "Weißen Sonntag" das Fest der ersten hl. Kommunion in der Pfarrei Pronsfeld. Unter den Klängen des Musikvereins Pronsfeld wurden die Kinder mit ihren Eltern und Verwandten von Pater Tix und den Messdienern in einer Prozession zur Pfarrkirche St. Remigius geleitet, in der anschließend die Hl. Messe gefeiert wurde. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Kindergartenbau |
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| Nach der witterungsbedingten langen Winterpause wurden die Arbeiten am Erweiterungsbau des Kindergartens Pronsfeld wieder aufgenommen. Die Bilder zeigen den Baufortschritt. Der Ortsgemeinderat hat verschiedene Arbeiten (Dachkonstruktion, Heizung, Fenster u.a.) bereits vergeben. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Blick von der Schulstraße Die Westfassade des Neubaues |
Seltene Gäste auf Stippvisite in Pronsfeld
| Wen mögen die beiden Weißstörche besucht haben, die vor einigen Tagen auf einer Wiese oberhalb der Lünebacher Straße im Gebiet "Auf der Leh" beobachtet werden konnten ? Leider ließen sie den Fotografen nicht sehr nahe an sich heran. |
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Neues Buch von Joachim Schröder (März 2010)
Am 19. März wurde in Bleialf in der Buchhandlung Hahn das neue Buch von Joachim Schröder aus Pronsfeld vorgestellt. „Brauchtum in der Westeifel“ lautet der Titel des neuen Eifelbuches, das mit 160 historischen und neuzeitlichen Bildern sowie erklärenden Texten und Abhandlungen über das Brauchtum in unserer Region berichtet. Das neunte Buch, das Joachim Schröder herausgibt, ist im Sutton-Verlag erschienen.
Pronsfeld Helau (Februar 2010)
Pronsfeld erhebt nicht den Anspruch eine "Karnevalshochburg" zu sein, aber dennoch wurde und wird auch bei uns in der Prümtalgemeinde Fastnacht gefeiert. Beim traditionellen Karnevalsabend der Vereine am Samstag, dem 6. Februar bereiteten zahlreiche aktive Närrinnen und Narren aus den Vereinen den Besuchern wiederum ein unterhaltsames Programm. Eine Pronsfelder Eigenart ist dabei, dass keine gemeinsame Generalprobe stattfindet, so dass keine Gruppe weiß, was die andere bringt. Die Programmpunkte sorgen so immer wieder für Überraschungseffekte. In diesem Jahr gab sich sogar das Prümer Prinzenpaar Andreas II (Bild) und Prinzessin Jana I mit großem Gefolge die Ehre und besuchte das närrische Publikum in der Turnhalle. Es wirkten mit: der schlafmützige Zwölferrat des SSV, die Tanzgarden des Sportvereins mit solistisch auftretenden Tanzmariechen , Männer der "Feierwehr", ein "krimineller" Kirchenchor, die Puppenkiste des Sportvereins, die Tanzgruppe "Bad Girls" , das Männerballett Lünebach sowie die Fastnachtskapelle des Musikvereins. Durch das Programm führte in bewährter Weise Detlef Pflipsen.
Impressionen des karnevalistischen Abends:( Zum Vergrößern der Bilder bitte auf die Bildtexte klicken!)






Das Gardetanzpaar Ein Pronsfelder "Mariechen"


Die Puppenkiste in Aktion Prinz und Prinzessin mit Gefolge
Sternsinger unterwegs (Januar 2010)
Wie in zahllosen Pfarreien waren auch die Sternsinger in der Pfarrei Pronsfeld unterwegs, um Glück und Segen für das neue Jahr zu wünschen und Gaben für notleidende Menschen in der Dritten Welt zu sammeln. Auf die Türschwellen schrieben sie mit der Jahreszahl verknüpft ihren Segensgruß 20+C+M+B+10. Die Buchstaben sind die Abkürzung für den lateinischen Satz "Christus mansionem benedicat " ( Christus segne das Haus.)
Im Bild : eine der Sternsingergruppen aus der Pfarrei
Erinnerungen
Der Brauch des Sternsingens hat in Pronsfeld eine 50jährige Tradition. Pfarrer Alexander Schlich (von 1957 - 1974 Pastor in Pronsfeld) führte in den Anfangsjahren seiner Amtszeit diesen Brauch in der Pfarrei Pronsfeld ein.
Das Bild zeigt eine Sternsingergruppe 1966 auf der Brücke in Pittenbach mit Sternträger Alfred Richards und den "Königen" Udo Bungard, Robert Waxweiler und Hans Dockendorf.
"Dreikönigstag" in Pittenbach
Ein Bildstock an der Prümbrücke in Pittenbach zeigt die Hl. Drei Könige, wie sie dem Kind in der Krippe ihre Gaben bringen. Dieser Bildstock aus dem Jahr 1957 erinnert an den Dreikönigstag (6.Januar), der in Pittenbach in früheren Zeiten als großes Fest, ähnlich wie eine Kirmes, begangen wurde. Neben den zahlreichen Gästen waren an diesem Tag - der zugleich ein offizieller Feiertag war - auch der Pastor der Pfarrei mit allen Messdienern eingeladen. Es war Ehrensache der Pittenbacher, die Messdiener, die auf die verschiedenen Häuser aufgeteilt waren, bestens zu bewirten.
Weekend im Paradies
Herrlich unterhaltsame Abende erlebten die vielen Zuschauer bei den beiden Aufführungen der Komödie "Weekend im Paradies" durch die Theatergruppe des SSV Pronsfeld am 2. und 9. Januar. Robert Waxweiler hatte als Regisseur seine Truppe bestens vorbereitet und auch als Regierungsrat Dittchen, der stets im Mittelpunkt der turbulenten Szenen stand, zog er alle Register seiner schauspielerischen Fähigkeiten. Bestens aufgelegt waren auch alle anderen Akteure und der lang anhaltende Beifall des restlos begeisterten Publikums waren "Lohn" und Anerkennung für die hervorragenden Darbietungen der gesamten Gruppe.
Die Akteure:

- Robert Waxweiler als Regierungsrat, der spät, aber nicht zu spät Initiative zeigt,
- Harald Urfels als Ministerialrat Breitenbach, der einem Liebesabenteuer nicht abgeneigt ist,
- Rainer Kreins als karrieresüchtiger Beamter mit Beziehungen nach "oben",
- Gabi Kreins als tugendsame Abgeordnete Adele Haubenschild,
- Hildegard Peters als treue Ehefrau des Regierungsrates Dittchen,
- Edith Thielen als lebenslustige, quirlige Tutti,
- Fred Blum als liebeshungriger Ministerialdirektor,der unter falschem Namen auftritt,
- Manuel Knauf als junger, verliebter Assessor,
- Nicole Kessler als Stenotypistin mit Grundsätzen,
- Thomas Hompes als ergebener Bürodiener Wuttke,
- Bernhard Urbanus als "wachsamer" Kriminalwachtmeister,
- Erwin Peters als cholerischer Beschwerdeführer,
- Richard Kill als zwielichtiger, geschäftstüchtiger Hotelier,
- Patricia Peters als "rechte Hand" des Wirtes und Dame an der Hotelrezeption,
- Daniel Opfer als junger Hotelgast , der mit seiner Freundin Lilli - dargestellt von Jasmin Michels -
ein heißes Wochenende verbringen möchte.
Alexandra Hermes und Irmtraud Reusch arbeiteten als Souffleusen hinter den Kulissen.
Weitere Bilder (Aufführung 2.Januar) in der Fotogalerie



























Der "Burgsonntag" war schon immer ein "hoher Festtag", vor allem für die Jungen des Dorfes. Früher war die Teilnahme für Mädchen sogar "verboten" und neugierige junge Damen, die sich auf dem Burgplatz zeigten, wurden mit Asche "schwarz gemacht". Aber auch heute scheinen sich die Mädchen für diesen urwüchsigen Brauch, bei dem das Feuer eine wichtige Rolle spielt, nicht begeistern zu können. In Pronsfeld werden insgesamt 3 Burgen gebrannt. Die Oberdorfer, Mitteldorfer und die "Holländer" - so heißen die Pronsfelder im Ortsteil westlich der Prüm - haben alle ihren Stolz und "Fusionsgedanken" wurden bisher immer abgelehnt. Mit diesem Brauch am ersten Fastensonntag soll der Winter ausgetrieben werden. In Pronsfeld ist es üblich, neben dem großen Burgfeuer einen mit Stroh umwickelten Baum in Kreuzform zu entzünden und abbrennen zu lassen. Früher wurde von den Burgjungen darauf geachtet, dass die eigene Burg möglichst als letzte abbrannte, denn man wollte ja am anderen Morgen in der Schule nicht als "Kuchenfresser" gehänselt werden. So wurden die Burgjungen bezeichnet, deren Burg zuerst aufloderte. Beim traditionellen "Kuchenessen" nach dem Abbrennen der Burg hat sich allerdings der Speiseplan gegenüber früher geändert. Waffeln, Nutzen und Pfannenkuchen werden vielfach durch Kuchen aller Art ersetzt. (Zum Vergrößern bitte Bildtexte anklicken)


"Es schmeckt" ! Burgjungen beim Kuchenessen ca. 1955. Um den Tisch sitzen (im Uhrzeigersinn) : Peter Hartlieb, Klaus Hansen, Joachim Schröder, Heinz Alff, Hans-Georg Demifoat, Klaus Ecken, Willi Kribs, Rolf Josten, Klemens Kockelmann, Werner Marnach, Ludwig Kockelmann, Matthias Kockelmann.
"Prost mit Kakao". Es prosten (im Uhrzeigersinn): Alois Alff, Theo Knoden, Adolf Schoden, Franz Kraus, Walter Klärs, Günter Haase, Willi Kribs, Willi Kraus, Günter Kribs


Auch im hohen Alter : immer aktiv und voller Ideen. Hier wird die Restaurierung des Altars in der Aussegnungshalle geplant, die Herr Schmitz finanzierte. (Mai 2005)
Der aufwändig restaurierte Altar ist zu einem Schmuckstück geworden.




